Was neues wagen und Boxershorts für den Mann {Raglanshirt für den Buben}

Manchmal finde ich ältere, unveröffentlichte Blogposts wieder. Dies ist so einer, also schnell raus damit 😉

Ich war mal ganz mutig und habe etwas Neues probiert. Jetzt darf jeder eine Runde lachen, denn es ist eher als Ironie gemeint.

Genäht habe ich den Autumn Rockers, aber tatsächlich erstmals als Shirt. Dazu zweifarbig. Also doch: was total Neues habe ich da gemacht! Zumindest für meine Verhältnisse.

Aber als ich festgestellt habe, dass das dunkle blau absolut hervorragend zu den Rittern passt, war es um mich geschehen. Wo ich doch sonst immer alles aus einem Stoff haben muss – diesmal wollte ich es versuchen. Ich mag anderes optisch vielleicht mehr, aber der Bub liebt das Shirt.

So habe ich übrigens aus einem 1/2 Meter Stoff eine Boxershorts für den ganz großen Mann und Vorder- und Rückteil des Raglanshirts raus bekommen. Das wiederum find ich ziemlich klasse 😀

Das Gummi der Boxershorts ist upcycling wie man an der Möwe unschwer erkennen kann. Daher verlinke ich es auch bei Gusta, ob das in ihrem Sinne ist?! Aber vielleicht ist das auch ein guter Tipp an andere, wenn der Stoff ausgerissen ist und das Gummi noch unversehrt ist … ich hebe jedenfalls neuerdings die Gummi auf.

Außerdem verlinkt bei DienstagsDinge

Schnitt: Shirt – Autumn Rockers in 110, Boxershorts – selbst erstellt (wie auch schon hier)

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Der Löwenritter {Kostüm}

Viele haben ihre Kostüme der Kinder schon vorm Karneval gezeigt. Ich nun erst nach der großen Party im Kindergarten, denn ich war etwas spät dran. Viel mehr der Bub war spät dran mit seiner Entscheidung. Pirat? Oder Ritter? Nach der dritten Idee stoppte ich das Ganze und er musste sich entscheiden. „Ok Mama, ich möchte als Ritter gehen!“ Dabei war es doch eigentlich schon vorher klar, schließlich haben wir erst kürzlich eine tolle Ritterparty gefeiert!

Es sollte ein Löwenritter sein. Schließlich gab es zum Geburtstag auch ein kleines Set von Playmobil, und das sind auch Löwenritter. Also gut. Herausforderungen nehme ich ja gerne an. Auch wenn die Zeit sowieso schon knapp ist … pfffff. 

Fertig geworden bin ich übrigens schon zwei Abende vorher sodass er es bereits am Sonntag tragen konnte. Zum Glück war bei uns erst Montag die Faschingsparty. Hätte ich unter der Woche für Freitag fertig werden müssen, wäre es vielleicht nicht so optimal gelaufen! 

Irgendwas anderes hatte ich gesucht und da ist mir eine anthrazitfarbene Filzplatte über den Weg gelaufen. Schon mal gut. Dann das Internet durchforstet wegen dem Löwenkopf … uiuiui! Das wird schwierig zu applizieren. Den Plotter hatte ich bereits im Hinterkopf, aber wird das nicht genau so schwierig die Vorlage zu erstellen? Aber dank zahlreicher kostenloser online Konverter kein Problem! So ist mein Löwe schnell so geworden wie ich ihn mir vorgestellt habe! 

Das ganze Kostüm besteht aus Fleece und ist angelehnt an diese Vorlage und Schnittmuster entstanden. Der Ausschnitt war plötzlich viel zu weit geworden und so ich noch ein „Bündchen“ dran genäht, aber aus Jersey weil ich an Bündchenware nix farblich passendes da hatte. Wenn man nix dran nähen möchte, also offene Kanten haben will, was ja bei Fleece gut geht, muss der Ausschnitt einiges kleiner gehalten werden. Es gab übrigens auch einen „Helm“ dazu. Auch aus Fleece. Ein Kuschelhelm so zusagen. Oder ein Mützenhelm. 

In dem oben verlinkten Artikel von Tepetua ist ein Link zu dem Helm und ein Schnittmuster gibt es da auch. Ich habe die weltbeste Oma nach Knöpfen gefragt und (natürlich wie zu erwarten) brachte sie die passendsten Knöpfe überhaupt mit. Ich bin so happy mit denen! Fragte ich sie doch nach rot oder silber … waren in ihrem Tütchen diese goldenen Schätze mit dabei! 

Der Bub hatte eine tolle Party im Kindergarten und war happy mit seinem Kostüm! Mir hat es auch echt Spaß gemacht, wenn auch der Zeitdruck etwas doof war. Aber dagegen hilft ja, das nächste Mal einfach eher anzufangen! 

Für „unten drunter“ gab es ein einfaches schwarzes Shirt, wieder genäht nach dem Schnitt vom ReBoBo. Extra schwarzen Jersey dafür kaufen wollte ich nicht, daher dachte ich daran die Kiste mit den aussortieren Shirts meines Mannes zu durchwühlen. Allerdings kam dann die Oma mit einem Shirt vom Opa an, und was soll ich sagen? Dieses Zelt reichte aus um das komplette Shirt aus Opas Kurzamrshirt zu nähen! Auf das ursprüngliche Vorderteil passte Vorderteil in 110 plus ein Ärmel. Fürs Rückenteil galt natürlich das gleiche.  So brauchte ich nichts säumen, sondern konnte komplett die herkömmlichen Säume  nehmen. So schnell war ein Shirt noch nie fertig! Damit es auch ohne was drüber gut aussieht, gab es auch noch einen Plott drauf – den Löwen komplett mit Mähne aus der silbernen Flexfolie. 

Verlinken werde ich dieses tolle Kostüm noch beim FreutagKiddikram und weil es so passend ist bei naehkaeschtle

Ritterparty am Vormittag {Kindergeburtstag}

Ich als Mama war schon vor der Party k.o.  Die Woche war einfach anstrengend, eigentlich war nichts besonderes. Vielmehr ist jede Woche anstrengend. Daher war ich noch einmal mehr darüber glücklich, dass ich von Anfang an sagte, wir feiern am Vormittag. Dies war der erste Geburtstag, den wir nachgefeiert haben (gut fünf Wochen später). Ist mir der Dezember doch eh schon jedes Jahr zu voll, kam noch hinzu dass wir gerade erst 2 Wochen im Haus gewohnt haben, als der Geburtstag vom Großen anstand. 

Es sollte dieses Jahr also eine Nachfeier geben. Im Januar. Gesagt, getan. Nachdem der Bub unter anderem auch mal das Motto „Monsterparty“ in den Raum warf, ist es doch die „Ritterparty“ geworden. Damit konnte auch ich mich anfreunden 🙂 

Ich bin nicht der Partyheld. Nie gewesen. Feiern? Neeee. Aber fürs Kind soll’s dann doch schon sein 🙂 Also habe ich auch ein paar kleine Dinge gebastelt und vorbereitet. 


Den Anfang haben die Einladungskarten gemacht. Die sind perfekt geworden. Perfekt durch den Plotter, der mir brav alle Teile zugeschnitten hat. Übrigens selbst entworfen! Ich musste nur noch kleben. Super ordentlich wird es übrigens mit einer Klebe-Maus (sowas wie eine Tipp-ex-Maus). 

Neben den gekauften Pappbechern und -Tellern mit entsprechendem Motiv habe ich kleine Schilder für die Strohhalme geplottet. Gleiche Schildchen mit Namen gab es noch für die Tüten in denen sich etwas Ritter-Beute befand. 

Es ging eine Runde an die Luft, bei der doch tatsächlich Schwerter gefunden wurden. (Moosgummischwerter, ich find sie klasse!) Natürlich mit Namen. Man könnte meinen ich habe einen Fimmel alles zu personalisieren. Aber das eigentlich nicht unbedingt. Ich finde es praktisch mit dem Namen und hübsch zugleich. Und ist man als Kind nicht gleich noch glücklicher wenn der eigene Name auf seinem Schwert steht?

Bei der Runde durch die kleinen Wege und vielen Spielplätze im Wohngebiet gab es noch 3 Ritterprüfungen zu erledigen. Dafür gab es kleine (gekaufte) Karten (aber Name – wie sollte es anders sein – geplottet), auf denen dann angekreuzt wurde, wenn die „Prüfung“ bestanden war. Nach der 3. Prüfung gab es wieder zu Hause angekommen das besagte Tütchen. 

Soweit der Plan allerdings durchkreuzte  nach der ersten „Ritterprüfung“ ein Graupelschauer das Vorhaben und wir flitzten nach Hause und es gab Ritter-Freispiel mit bösem Drachen (mein Mann). Was haben die Mädels gekreischt. Kann mein großer auch, aber die Mädels können es noch besser! Es waren übrigens ein männlicher Gast und drei weibliche. So viel zum Gekreische 🙂

Nach der Ritterschmaus-Pizza gab es noch Kuchen. Ich war verwundert wie der auch noch weggeputzte wurde. 

Die Variante Blechkuchen ist übrigens eine super einfache Sache. Ich mag themenbezogene Kuchen zum Geburtstag sehr, bin aber auch garantiert kein Back-Genie. Mein Feuerwehrauto im letzen Jahr hat einiges mehr an Zeit und Nerven gekostet. Da habe ich mich gefreut als ich beim Stöbern so einen Blechkuchen gesehen habe. 

Kleiner Tipp: Die braune Zuckerschrift ist nicht vom großen, bekannten Backzubehör-Hersteller, sondern Noname und lässt sich viel einfacher verarbeiten. Sie ist dafür aber von der Farbe her durchsichtiger und nicht so komplett deckend als die von Oe****.  

Diese tolle Party verlinke ich bei Freutag und auch Kiddikram 

Schublade auf! Endlich fertig gestellt {Kuschelhose}

Dass ich eine Schublade habe, die kürzlich wegen Überfüllung geschlossen war, hatte ich hier (Geburtstagspulli) schon angedeutet. Neulich war dann aber genug! Es musste abgearbeitet werden! Da ich regelmäßig gegen das mir selbst auferlegte Stoff-Kauf-Verbot verstoße, wollte ich wenigstens das schaffen: brav ein Teil nach dem nächsten fertig stellen. Hilfreich war mir dazu eine Liste, mit allen Projekten, auf der dann schön abgehakt werden kann. 

Immerhin waren es schon 13 Teile! Was für eine Zahl! Und heute, 14 Tage nachdem ich die Liste erstellt hatte, kann ich folgendes berichten:

Geburtstagspulli ✅ 

Unterhose Fahrzeuge ✅ 

Unterhose Trecker ✅ 

Unterhose Janosch ✅ 

Bärchenshirt ✅ 

Kuschelhose Faultiere ✅ 

Kuschelhose Ritter ✅ 

Traktorpulli für den Babybuben ✅ 

Es ist doch einiges geschafft und ich habe wieder viel zu zeigen! Los geht es mit den neuen Kuschelhosen für den Großen. Für kuschelige Spielnachmittage zu Hause sind wir also schonmal gerüstet! 

Aus einem Rest anegrautem Jersey ist diese Kuschelhose entstanden, mit eingesetztem Motiv nach diesem Vorbild

Richtig flauschig und noch etwas wärmer ist dieser witzige Stoff mit den Faultieren. Da hat mein Vorrat an schwarzem Bündchen genau gereicht. Sieht etwas schmal aus, aber für den Buben genau richtig, dass es nicht rutscht. 

Die andere sieht da viel weiter aus, passt aber auch genau und dort ist wieder ein Gummi eingezogen, wie ich es sonst auch immer mache. Auch hier habe ich ganz genau passende Reste fürs Bündchen gefunden und verwertet! Was ein Segen, zum einen was passendes, zum anderen etwas mehr Luft in der Restekiste 🙂 

Die kleinen Faultiere sind echt witzige Kerlchen. Als der Bub den Stoff gesehen hat, hat er sich eine Kuschelhose, eine Strumpfhose und eine Pulli gewünscht. Letzteres ist auch in der Mache, aber eine Strumpfhose wird es definitiv nicht geben 😉 

Ich zeige ich die Hosen bei made4Boys und Kiddikram sowie der Hosen-Linkparty von für Söhne und Kerle
Stoffe: petrolfarbender angerauter Jersey und Jersey Rittermotiv aus der Restekiste, Sweat mit Faultieren örtlich gekauft

Schnitt: Kinderhose von Näähglück in 98/104

Klimperkleine-große 104 {Jacke}

Jaaaa, jetzt muss es schon die 104 sein! Ab und zu habe ich schon das ein oder andere Shirt in 104 genäht, allerdings liegen die meisten noch eher selten getragen im Schrank. Jetzt bei der neuen Jacke musste es aber definitiv eine 104 sein, damit wir auch lange was davon haben! Schließlich ist so eine Jacke ja doch ein etwas aufwändigeres Projekt und geht auch anders ins Budget als ein LA-Shirt aus 50 cm Stoff, vorallem wenn man dazu noch tolle Bügelbilder verwendet! 

Fast alle Zutaten sind auf dem Stoffmarkt im Mai gekauft, witziger Weise nicht geplant sondern aus der Idee heraus. Als ich den coolen Ritter gesehen habe, wollte ich ihn unbedingt irgendwo drauf sehen 🙂

Uni-Jersey sowie Ritterjersey für innen habe ich auch gleich auf dem Stoffmarkt dazu gekauft. Zu Hause war der Stoff dann ziemlich schnell angeschnitten, verwendet habe ich das Schnittmuster „Jacke“ von Pauline Dohmen. 

Der Ritter hat mich dann kurz geschockt 😉 Beim Auflegen kam mir die Erkenntnis, dass keine Taschen mehr Platz haben. Denn er ist ja doch ein ziemlich großer Kerl! Seitennahttaschen waren die Lösung, aber wie geht das? Ziemlich schnell habe ich dieses Tutorial entdeckt und umgesetzt! Vielen Dank dafür! 


Irgendwann hatte ich die Idee sie als Wendejacke zu nähen. Wenn man doch Motiv möchte, könnten die vielen kleinen Ritter nach außen… Ich verwarf den Gedanken aber als ich die dicken, fetten Wendezipper sah. Aber ein Gedanke blieb: sie komplett verstürzt zu nähen, dass keine Naht zu sehen ist! Da hatte ich mir etwas aufgelegt. 

Die ersten Nähte waren schnell fertig, aber dann lag die Jacke doch einige Zeit in der Schublade. Ich wollte mal mehr Zeit am Stück haben, um den Reißverschluss einznähen. Man glaubt’s ja kaum, aber seitdem ich mit Mutterschutz zu Hause war, war die Zeit noch weniger. Verabredungen und Termine… Aber an einem Freitag war Zeit! Der Reißverschluss nahm dann letztendlich nicht so viel Zeit ein, wie das Verstürzen der Kapuze. Hatte ich diese doch schon zusammen genäht und plötzlich hätte ich das bei einer Wendejacke nicht tun sollen?! Hach, das krieg ich trotzdem noch hin … Jaaa, nach 50 mal heften, wenden, ansehen, auftrennen usw. war die Kapuze dran. Für Armbündchen bei Wendejacken hatte ich dann wieder eine Anleitung. Das wäre sonst mit dem rauchenden Kopf nicht mehr gegangen. Aber so war ich damit ganz fix fertig. Wow, ich staunte nicht schlecht. 

Jetzt habe ich – bzw. der Bub – eine Jacke mit der ich 100%ig zufrieden bin!!! 

Ich habe übrigens zum ersten Mal auch Papsnap verwendet! Zunächst stellte ich mir ein richtiges Lederbraun vor. Dann aber hab ich (total günstig) ein Set mit 5 Farben im DinA4 Format gesehen und sofort bestellt. Perfekt dafür, um es sowieso nur für kleine Akzente zu nutzen. Das Graue passte dann viel besser als das Lederbraune… Und ich bin sehr zufrieden damit!

Bekommen hat der große, stolze Bruder seine Ritterjacke, als sein Brüderchen geboren wurde. 

Zeigen möchte ich diese tolle Jacke bei Creadienstag, made4Boys, Dienstagsdinge und Kiddikram.

Schnitt: Jacke (Pauline Dohmen/ Klimperklein) in 104

Stoff: Jersey blau und Ritter vom Stoffmarkt, Bügelbild ebenso vom Stoffmarkt